Hellmut Diwald

deutscher Historiker; Prof. für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg 1965-1985; Veröffentl. u. a.: "Wallenstein. Eine Biographie", "Geschichte der Deutschen"

* 13. August 1924 Schattau (heute Šatov/Tschechische Republik)

† 26. Mai 1993 Würzburg

Herkunft

Hellmut Diwald war in Südmähren und Nürnberg (ab 1938) aufgewachsen. Sein Vater, Dr.-Ing. Alois Diwald, und seine Mutter Maria Diwald stammten aus Südmähren.

Ausbildung

1930-34 besuchte D. in Prag die Grundschule, dann bis 1938 die Nikolander Realschule (Deutsche Staats-Realschule) und 1938-39 die Oberrealschule in Nürnberg. Im Frühjahr 1944 machte D. als Soldat in Frankreich die Sonderreifeprüfung. Zunächst studierte er am Nürnberger Polytechnikum Maschinenbau bis zum Abschlußexamen, dann Religions- und Geistesgeschichte, Neuere Geschichte, Philosophie und Literaturgeschichte an der philosophischen Fakultät der Universität Erlangen. 1952 promovierte D. bei Prof. Hans-Joachim Schoeps zum Dr. phil., 1958 habilitierte er sich.

Wirken

Die Berufslaufbahn als Historiker begann D. mit einer Quellen-Edition des Nachlasses von Ernst Ludwig von Gerlach, ein christlich-konservativer Politiker, der Bismarck bis zum Bruch im Jahre 1866 nahegestanden hatte. In zwei Bänden wurde der Extrakt aus 11.000 Briefen und umfangreichen Tagebüchern zusammengetragen. Seit 1965 lehrte D. als ao. Professor Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg. Beim Lesepublikum bekannt wurde er durch eine 1969 erschienene ...